Weltklassekünstler spielen Weltklasseinstrumente
Beim 44. Internationaler Akkordeonwettbewerb Klingenthal 2007 bestehen deutsche Teilnehmer auf internationalen Parkett
Die Preisträgerin des 43. Internationalen Akkordeonwettbewerbes 2006, Maria Vlassova (Russland) und der Bandoneon- Weltstar Juan José Mosalini eröffneten am Samstag, den 5. Mai den 44. Internationalen Akkordeonwettbewerb Klingenthal 2007. Ein Beifallssturm ergriff das König Albert Theater Bad Elster, als der Argentinier Astor Piazzollas „Tres Tangos“ erklingen ließ, übrigens auf einem Bandoneon aus der Werkstatt des Klingenthaler Handzuginstrumentenmachermeisters Uwe Hartenhauer. - Ein Zeichen dafür, das sich in der Musikstadt Wettbewerb und die 150-jährige Tradition verbinden.
165 Musiker aus 29 Ländern hatten sich zum diesjährigen Wettbewerb in Klingenthal angemeldet. In sieben Kategorien wurde um die begehrten Preis gespielt. Der 1. Preisträger des 44. Internationalen Akkordeonwettbewerbes Klingenthal 2007 heißt Vladislav Pligovka aus Weißrussland.
Besonders bemerkenswert war in diesem Jahr die erfolgreiche Teilnahme deutscher Musiker. Beispielsweise gewann das Trio „Con Abbandono“ mit Claudia Iserloh (Akkordeon), Beate Müller (Klarinette) und Anne Lise Casonnet (Cello) den Wettbewerb der Kategorie Va. Auch ein sächsischer Teilnehmer stand auf dem Siegerpodest: In der Kategorie II, Kinder bis 15 Jahre, erspielte sich Daniel Kühn aus Radebeul bei Dresden den zweiten Platz. Er und der zweite sächsische Teilnehmer, Clemens Bernhard Winter (Kat. III, Kinder bis 18 Jahre, Platz 8) erhielten als Sonderpreis eine Einladung zum diesjährigen Citta di Castelfidardo im Oktober 2007 nach Italien.
Überhaupt hatte der Internationale Akkordeonwettbewerb Klingenthal beim Thema Sonderpreise einiges zu bieten, immerhin erhielt der Pole Jacek Malachowski als Sonderpreis eine Rundfunkaufnahme des Kultursenders MDR Figaro für die beste Darbietung des Pflichtstückes der Toccata Nr. 2 von Ole Schmidt (Kat. IV). An den Preisträger des Wettbewerbes 2007, Vladilav Pligovka sprach Prof. Xiao Quing Cao (Jury-Mitglied) eine Einladung zum Peking International Akkordeonfestival 2007 nach China aus. Der Sieger der Kategorie Bandoneon solo erhielt zum Abschlusskonzert am 10. Mai 2007 ein Instrument von Uwe Hartenhauer persönlich überreicht. Der Preis des Deutschen Harmonikaverbandes (DHV) ging an das Trio Con Abbandono, der Preis des Deutschen Akkordeonlehrerverbandes (DALV) ging ebenfalls an die als punktbeste platzierten Deutschen.
Das Rahmenprogramm des 44. Internationalen Akkordeonwettbewerbes gestalteten unter anderem die Sächsische Bläserharmonie in Zusammenarbeit mit dem Akkordeonisten Timofey Satarov und den Sängerinnen Friederike Meinel (Sopran) und Ute Walther (Alt), The Slide Show Secret im Studiokonzert (Eva Zöllner, Akkordeon und Krisján Orri Sigurleifsson) und das weltbekannte deutsch-argentinische Ensemble „Tango Fuego“ (Laura D`Onofrio Gesang) - im Großen Bandoneon-Abend.
Wieder im Kommen ist in Klingenthal auch die enge Verbindung zwischen den Teilnehmern und Gästen des Wettbewerbes sowie der einheimischen Hersteller: Zum vom Verein Akkordeonscene e.V. und der Harmona Akkordeon GmbH organisierten Treffen kamen mehr als 50 Interessierte in die Manufaktur. Auch andere Hersteller, wie die Bandonion- und Concertinafabrik Klingenthal boten Sonderführungen an. Bemerkenswert auch: Als Hauptsponsor trat Deutschlands größtes Akkordeonhaus - das Akkordeon Centrum Brusch auf.
Der 45. Internationale Akkordeonwettbewerb findet vom 2. bis 8. Mai 2008 statt.
Die Preisträger:
Kategorie II (Kinder bis 15 Jahre)
1. Milos Avramovic Serbien
2. Daniel Kühn Deutschland
3. Bartosz Glowacki Polen
Kategorie III (Kinder bis 18 Jahre)
1. Xu Xiaonan China
2. Nikola Tanaskovic Serbien
3. Klawduja Tarabrina Russland
Kategorie IV (Solisten ohne Altersbegrenzung)
1. Vladislav Pligovka Weißrussland
2. Sergej Kotkov Russland
3. Anastasija Shkindzerava Russland
Kategorie Va (Akkordeon und Instrumente des klassischen s. Orchesters)
1. Trio Con Abbandono Deutschland/ Frankreich
2. Duo Drygas/ Zenzerovic Kroatien/ Polen
3. Duo Schmanowskaja/ Schmelkov Russland
3. Duo Misiak/ Malachowski Polen
Kategorie Vb (Akkordeon und andere Instrumente)
1. "Phoenix" Russland
2. "Vernissage" Russland
3. "Liriza" Weißrussland
Kategorie VI (Virtuose Unterhaltungsmusik)
1. Felicien Brut Frankreich
2. Julien Gonzales Frankreich
3. Phillippe Bouvier Frankreich
Kategorie VII (Bandoneon solo)
1. Michael Zisman Schweiz
2. Matias Chiappe Gonzales Argentinien
Claudio Constantini Peru
Ergebnisse des 44. Internationalen Akkordeonwettbewerb Klingenthal 2007
Unter den folgenden Links können Sie die Ergebnislisten als PDF-Dokument downloaden. Zur Anzeige benötigen Sie AcrobatReader, den Sie >> hier downloaden können
>> Ergebnisse Kategorie II (PDF)>> Ergebnisse Kategorie III (PDF)>> Ergebnisse Kategorie IV (PDF)>> Ergebnisse Kategorie Va (PDF)>> Ergebnisse Kategorie Vb (PDF)>> Ergebnisse Kategorie VI (PDF)>> Ergebnisse Kategorie VII (PDF)
Vom 4. bis 10. Mai ruft Klingenthal wieder die besten Akkordeonisten und Bandoneonisten aus aller Welt zum 44. Internationalen Akkordeonwettbewerb 2007.
Gemeldet haben in diesem Jahr 165 Teilnehmer aus insgesamt 29 Ländern.
… das schon sprichwörtliche „aus aller Welt“ kommt nicht von ungefähr, denn Anmeldungen aus Neuseeland, Japan oder auch Peru zeigen, das der Internationale Akkordeonwettbewerb Klingenthal weit über Europa hinaus bekannt ist.
Doch auch aus Deutschland, sogar aus Sachsen gibt es in diesem Jahr Teilnehmer:
Kategorie II: Daniel Kühn (Radebeul)
Kategorie III: Clemens Bernhard Winter (Herrnhut)
Beide hatten bereits im Februar bei den 35. Kleinen Tagen der Harmonika gewonnen.
Wieder dabei ist auch die Akkordeonistin Claudia Iserloh - im vorigen Jahr bereits Dritte im Duo-Wettbewerb - nimmt sie in diesem Jahr als „Trio Con Abbandono“ (Akkordeon, Klarinette, Cello) in der Kategorie Va teil.
Bewertet werden die Teilnehmer von insgesamt 19 Juroren aus 13 Ländern, Vorsitzender ist Prof. Jürgen Ganzer (Deutschland), den Vorsitz der Bandoneon-Jury übernimmt Juan Jose Mosalini (Argentinien).
Für die Bandoneon solo-Kategorie VII liegen sechs Anmeldungen vor. Eine weitere ( aus Finnland) gibt es bei den Gruppen (Vb) - eine Besetzung im Stil des klassischen Tango-Orchesters. Insgesamt ist das Bandoneon bisher vier Mal vertreten.
Man darf sagen, dass es trotz dieser niedrigen Zahl ein Erfolg ist, die Bandoneon-Kategorie zum zweiten Mal nach 2006 durchführen zu können. Es wurden im Vorfeld rund 70 Ausschreibungen ganz gezielt an Hochschulen, an denen Bandoneon zum Lehrfach gehört und an Gruppen (auch in Lateinamerika) versandt. Für das kommende Jahr soll das Bandoneon auch auf dem Ausschreibungscover vertreten sein, um auf den ersten Blick auch zu verdeutlichen, dass auch dieses Instrument zum Wettbewerbsinhalt gehört. Beachtet werden muss außerdem, dass das Bandoneon zumindest in Europa erst seit einigen Jahren wieder in Mode ist und es deshalb noch relativ wenig „Klingenthal-reife“ Solisten gibt. „Wir müssen mit Lehrern, wie Herrn Mosalini ins Gespräch kommen, die den Wettbewerb direkt an ihre Schüler weitergeben und sie mit Klingenthal vertraut machen“, plant der Jury-Vorsitzende Prof. Jürgen Ganzer. Nach seiner Meinung werde es bis zu 5 Jahr dauern, bis sich das Bandoneon zum Wettbewerb endgültig etabliert hat.
Im Rahmenprogramm ist das Bandoneon in diesen Jahr stark vertreten. Neben dem Konzert von Juan Jose Mosalini zur Eröffnung in Bad Elster gilt als Höhepunkt des Rahmenprogramms der Tango-Abend am Mittwoch, dem 9. Mai: die deutsch-argentinische Gruppe „Tango Fuego“ spielt den bekannten Tango nuevo von Astor Piazzolla. Nicht umsonst heißt das Motto: Ein Genuss für Augen, Ohren und Gaumen, denn die Besucher erwartet nicht nur des Hafenviertels von Buenos Aires, sondern auch argentinische Spezialitäten.
Erfreulich ist, dass sich auf lokaler Ebene eine enge Zusammenarbeit zwischen Herstellern und dem Wettbewerb entwickelt hat: Die Firma Bandoneon-Hartenhauer (Uwe Hartenhauer) gibt als Sonderpreis in diesem Jahr ein Bandoneon, auch die Harmona Akkordeon GmbH wird einen Sonderpreis sponsoren.
Außerdem ist in der Harmona ein Akkordeontreff geplant, sowohl dort, als auch in der Scahumanufaktur Klingenthal werden Führungen während der Wettbewerbstage angeboten. Auf diese wird im Programmheft und im Organisationsbüro hingewiesen.
Erwährenswert ist natürlich auch der Sonderpreis des MDR: Einer der Preisträger wird eine Rundfunkaufnahme gewinnen.
Zudem wird es bei MDR Kultur eine Berichterstattung über den Wettbewerb geben - Zielgruppen orientiert ist das natürlich Werbung für den Wettbewerb aber auch für Klingenthal als Kulturstadt.
Was die Öffentlichkeitsarbeit und die einheimische Wirtschaft betrifft (deren Plattform der Wettbewerb natürlich auch sein sollte), so ist es dem Organisationsbüro gelungen, Sponsoren für den Wettbewerb zu gewinnen: zu Nennen ist hier vor allem die Sächsische Staatsbäder GmbH Bad Elster, aber auch die Sparkasse, Bad Brambacher oder auch das Berliner Musikhaus Brusch, dass beste Handelsbeziehungen nach Klingenthal unterhält.
Zusammengefasst heißt es also: „Weltniveau dass sich Hören lassen kann“.

Der Akkordeon-Solist Valentin Butt erhielt zum 43. Internationalen Akkordeonwettbewerb in Klingenthal eine Einladung in das italienische Castelfidardo. Im Rahmenprogramm des "Citta di Castelfidardo" gab er gemeinsam mit Elena Lutz am 14. Oktober 2006 ein Konzert.

Maria Vlassowa (Russland) ist die Preisträgerin der Kategorie 4 des 43. Internationalen Akkordeonwettbewerbes in Klingenthal
Zum 43. Mal fand in Klingenthal der Internationale Akkordeonwettbewerb statt. Vom 5. bis 11. Mai traf sich in der Musikstadt die Weltelite des Akkordeonspiels. 114 Teilnehmer aus 21 Ländern bewarben sich um die um die Preise des Wettbewerbes, der zu den niveauvollsten und anerkanntesten der Welt gehört. Erstmals wurde neben den Kategorien für Akkordeon auch dem Bandoneon eine Wettbewerbsklasse gewidmet.
Dass zum Eröffnungskonzert am 6. Mai das Konzert für Koloratursopran und Orchester von Reinhold Moritzewitsch Glier erklang, war kein Zufall: am 23.Juni 1956 starb der bedeutende russische Komponist mit Klingenthaler Abstammung, der zum Künstlerkreis von Rimski-Korsakow gehörte. Andrea Chudak sang anlässlich von Gliers 50. Todestages von Klier in Begleitung der Vogtland Philharmonie Greiz Reichenbach, unter der Leitung von Stefan Fraas.
 
Dann aber erfüllten die beiden Instrumente den Konzertsaal, die zum Akkordeonwettbewerb im Mittelpunkt stehen: Das Akkordeon, gespielt vom Vorjahressieger des Internationalen Akkordeonwettbewerbes, Niko Kumpuvaara aus Finnland und das Bandoneon, dem Per Arne Glorvigen, einer der besten Solisten dieses diatonischen Instruments weltweit, Töne entlockte, die die Zuhörer nach Argentinien entführten.
Die Preise des Wettbewerbes gingen in diesem Jahr in die ganze Welt, in den Kategorien der Kinder und Jugendlichen dominierte China. Als Erstplatzierter der Kategorie 3, erhielt Bo Long Jian den Sonderpreis des deutschen Harmonika-Verbandes.

Maria Vlassowa aus Russland heißt die diesjährige Preisträgerin des Wettbewerbes, der zweite Preis ging an Petra Pakarinen aus Finnland, Dritter wurde Sergej Kotkow aus Russland. Im Finale des Wettbewerbes erklang Kurt Schwaens „Konzert für Akkordeon und Orchester“.
 
"Qualität statt Quantität"
... Das einstimmige Resümee der Jurymitglieder, die erstmals zum Internationalen Akkordeonwettbewerb die Teilnehmer der Kategorie VII; Bandoneon zu bewerten hatten.
Vier Teilnehmer, zwei Norweger, ein Franzose und eine Argentinierin spielten in der Sparkasse am Markt typische Bandoneonmusik.
Der Sieger dieser neuen Kategorie heißt William Sabatier aus Frankreich.

„Da es für dieses Instrument im Vergleich zum Akkordeon weniger Notenliteratur gibt; bleibt das Bandoneon bei seinen typischen Klangfarben. Das ist gut so.“ so das deutsche Jurymitglied Tobias Morgenstern.
Juror Per Arne Glorvigen, der Norweger, der in Paris lebt, ist ein Experte des Bandoneonspiels und lobte den Sieger, William Sabatier aus Frankreich als „weltklasse“. Glorvigen glaubt, die Premiere des Bandoneonwettbewerbes ist gelungen. Die Zahl der Anmeldungen wird sich laut dem Norweger vergrößern, wenn sich der Bekanntheitsgrad der Kategorie erhöht. …Ein Ziel für das kommende Jahr für das Organisationsbüro. Dann soll das Bandoneon innerhalb des Wettbewerbes öfter zu hören sein, immerhin können 2007 Bandoneonspieler sowohl in der Kategorie Solisten-Bandoneon, als auch in den Gruppen-Kategorien( Akkordeon oder Bandoneon mit anderen Instrumenten) teilnehmen.
Aus dem Mutterland der Bandoneon-Tangomusik nahm in diesem Jahr Marisa Laura Mercadé teil. Die 27-jährige begann mit 19 Jahren Bandoneon zu spielen und lebt seit einigen Jahren in Paris in der Tradition hunderter Argentinier, die um die Jahrhundertwende in die Französische Hauptstadt kamen, um dort in den Lokalen diesen einmaligen Rhythmus zu spielen.
Als besonders positiv bewertete Glorvigen die Renaissance der Bandoneonherstellung in der Stadt am Aschberg. Einst gehörten die Gebrüder Meinel (Bartmüller) in Klingenthal vor Jahrzehnten gemeinsam mit der Firma Alfred Arnold Carlsfeld zu den weltweit bekanntesten Bandoneonherstellern. Die alten Instrumente werden noch heute in Buenos Aires für bis zu 2000 Dollar gehandelt.
Die wieder stärkere Nutzung des Internationalen Akkordeonwettbewerbes als Aushängeschild der traditionellen Akkordeon- und Harmonikafertigung in Klingenthal ist ein Ziel der Wettbewerbsorganisation. Die Leitung des Organisationsbüros liegt zukünftig in den Händen der Stadtverwaltung Klingenthal – ein Zeichen dafür, welche Bedeutung dem Akkordeon-Wettbewerb beigemessen wird.
Von den Preisträgern des 43. Internationalen Akkordeonwettbewerbes ist eine CD veröfffentlicht.

Zu bestellen unter:
Freundeskreis Internationale Akkordeonwettbewerbe e.V.
Schloßstraße 3 a
08248 Klingenthal.
Oder e-mail: Intern.Akkordeonwettbewerb@t-online.de
oder mit unserem Bestellformular
Unter gleicher Adresse ist auch die Ausschreibung für das kommende Jahr zu bestellen.
Dem Publikum bot sich neben den öffentlichen Wettbewerben ein erstklassiges Rahmenprogramm mit moderner Bajanmusik, Tangorhythmen des Bandoneons und klassischen Stücken.
Die Romanze mit dem Teufel - Romance del Diablo

Das Bandoneon und der Tango sind ein teuflische Mischung – spätestens seit dem der Norweger Per Arne Glorvigen in Klingenthal spielte, weiß es jeder:
Angelehnt an die neue Kategorie des Wettbewerbes gab der in Paris lebende Bandoneonvirtuose ein Konzert:
Der Meister des Bandoneon spielte neue Töne an und entfachte gemeinsam mit Sveinung Lillebjerka, Arnulf Ballhorn und dem Ensemble amarcord ein Feuerwerk musikalischer Klangvielfalt. In Klingenthal spielten sie Tangos von Astor Piazolla und Juan Carlos Cobian. Mit dem Vokalensemble amarcord, das aus ehemaligen Mitgliedern des Leipziger Thomanerchores besteht, erklang Unseen blue von Gerd Franke.
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